Offensichtlich Öffentlich

Offensichtlich Öffentlich

Kuratiert von Valeria Schwarz und Peer Golo Willi

 

20.–24. April 2010

Stadtraum Berlin
und Galerie Eva Bracke, Berlin

Eröffnung am 17. April 2010, 17 Uhr

 

 

Kunst im öffentlichen Raum wird meist nicht gesucht. Wird sie dennoch gefunden und wahrgenommen, geschieht das häufig spontan, indem man dem Werk gleichsam zufällig begegnet. Künstlerinnen und Künstler verschiedener Nationalitäten und Medien haben, ebenso spontan, ephemere Werke für den öffentlichen Raum Berlins produziert oder eingereicht und im Stadtraum verteilt.

Zentraler Ausgangspunkt dieser Ausstellung waren die Räume einer Galerie in Berlin-Schöneberg. In homogener Hängung wurden Ausschnitte des Stadtplanes von Berlin gezeigt, auf denen jeweils die Standorte der Werke markiert waren. Wie in einer klassischen Museumssituation wurden diese Stadtplanausschnitte mit kleinen Schildern präsentiert, auf denen der Name der Künstlerin oder des Künstlers und die Werkdaten zu lesen sind. Von hier aus wurde die räumliche Spur eines möglichen Parcours durch die Stadt gelegt, noch bevor an den jeweiligen Standorten eine rezeptive Auseinandersetzung mit den Werken stattfand, inhaltlich, ästhetisch oder situativ.

Das Aufsuchen der Werke wurde den Ausstellungsbesuchern selbst überlassen. Für eine relativ begrenzte Zeit sollte diese Spontaneität der Wahrnehmung aufgebrochen werden, indem die Werke bewusst gesucht wurden. Die Werke waren oder sind noch immer in den Ablauf des urbanen Alltags integriert und möglichen Konsequenzen wie Witterung, Vandalismus oder Diebstahl ausgesetzt.

 

   

Installationsansichten

 

Valeria Schwarz und Peer Golo Willi

 

 



 

Ausstellung mit freundlicher Unterstützung der Galerie Eva Bracke, Berlin.

 

 

 

 

Offensichtlich Öffentlich
Patently Public

Curated by Valeria Schwarz and Peer Golo Willi

 

April 20–24, 2010

Urban space of Berlin
and Galerie Eva Bracke, Berlin

Opening reception on April 17, 2010, at 5 pm
 

Public art is usually not sought. If it is nevertheless found and appreciated, this often happens spontaneously, a chance meeting with the artwork. In this exhibition, artists of various nationalities and media have produced or submitted and dispersed ephemeral works of art within Berlin's urban space; just as spontaneously.

 

The point of departure for this exhibition has been the space of a gallery in Berlin-Schöneberg. Excerpts of a map of Berlin which show the locations of the art pieces have been hung homogeneously in the gallery space. Just as in a classical museum situation, the maps have been presented along with small labels, on which the name of the artist and the artwork information were written. From here a cartographic trail was laid for a potential course through the city, before contentual, aesthetic, or situational receptive interaction with the artwork could take place at each site.

 

Finding the artwork was left to the visitors. For a relatively limited time period perceptive randomness has been undermined by a deliberate seeking out of public artwork. The pieces were ore still are integrated within the flow of urban routine, subjected to possible consequences such as weathering, vandalism or theft.

 

Valeria Schwarz and Peer Golo Willi

 

Exhibition with kind support by Galerie Eva Bracke, Berlin.
English translation by Zoe Miller, Berlin.